Eine Hochzeit ohne Pannen

Eine Hochzeit ohne Pannen

Vegetarier sind auf eurer Hochzeit eingeladen, doch es gibt nur Fleisch. Der Champagner ist nicht kühl genug und niemand hat die Großmutter gefragt, ob sie ihren Hund mitbringen darf. Daher hier ein paar Tipps, um die größten Planungspannen zu vermeiden.

1. Zu spät mit der Planung beginnen

Die meisten Hochzeiten finden an Wochenenden statt – und das zwischen April und Oktober.  So habt ihr grob 26 verfügbare Wochenenden, auf die sich schätzungsweise 80 Prozent der Hochzeiten in einem Jahr konzentrieren. Die tollen Locations im In- und Ausland sind oft bereits bis zu zwei Jahre im Voraus ausgebucht. Gleiches gilt für Dienstleister wie Floristen, Friseure, Fotografen und DJs. Daher beginnt frühzeitig mit der Planung, um nicht unnötig in Zeitnot zu geraten. Falls gewollt, kann ein Wedding-Planer/in eine große Hilfe sein. Er/sie kümmert sich um alle Details und erspart Euch viel Kraft und Nerven, so dass Ihr Euch auf das Wesentliche beschränken könnt, nämlich Euren ganz besonderen Tag möglichst stressfrei zu genießen.

2. Gäste rechtzeitig informieren

Wichtig ist die frühzeitige Bekanntgabe des Hochzeitsdatums beispielsweise mit Hilfe von Save-The-Date-Karten. So können alle gewünschten Gäste sich ihre sonstigen Planungen darauf abstimmen und den Termin einplanen.

Lasst Euch auch mit den anschließenden endgültigen Einladungen, der unbedingt eine Rückmeldung über Zu- bzw. Absage beigefügt sein müssen, nicht allzu viel Zeit, denn Ihr wollt aus Planungsgründen schließlich wissen, wer tatsächlich alles kommt. Oft lassen sich die Gäste mit ihren Rückmeldungen Zeit, daher solltet Ihr auf jeden Fall eine Nachfassaktion, am besten über das Telefon oder via E-Mail einplanen. Nichts bringt eine gute Hochzeitsvorbereitung mehr durcheinander, als nicht zu genau zu wissen, wie viele Gäste tatsächlich kommen.

3. Die Bedürfnisse der Gäste zu bedenken

Sorgt dafür, dass Gäste, insbesondere die, die eine längere Anreise hatten, sich frisch machen oder gar ausruhen können. Ein kleiner Snack und etwas zu trinken sind immer dann angebracht, wenn es mit der Feier noch etwas dauern wird. Und vergesst auf keinen Fall die kleinen Gäste. Haltet auch für sie immer etwas zu essen, zu essen und unbedingt etwas zu spielen bereit.

Vergesst nicht auf spezielle Ernährungs-Bedürfnisse wie Allergien oder vegetarisches Essen Rücksicht zu nehmen. Hierüber seid Ihr informiert, wenn Ihr diese Besonderheiten im Rahmen der Einladungskarten vorzeitig abgefragt habt. Denkt auch an Omas Hund!

4. Kinderbetreuung

Achtet darauf, dass die Kleinen ausreichend beschäftigt sind. Sie genug zu essen und zu trinken haben. Idealerweise sollte eine Kinderbetreuung engagiert sein, die mit ihnen spielt, sie unterhält, sie begeistert und ihnen die „langweilige“ Erwachsenenwelt erspart.  

5. Plan B für schlechtes Wetter

Auch auf Mallorca kann es regnen!  Wichtig ist daher, dass an eine Alternative bei schlechtem Wetter gedacht wird und zwar rechtzeitig, denn spontan kann es nur mittelmäßige oder gar schlechte Ersatzlösungen geben.

6. Dienstleister oder Freund?

Deine Tante ist Floristin, Dir gefällt aber die künstlerische Handschrift nicht. Eine alte Freundin ist Fotografin und macht Dir einen Sonderpreis und Onkel Hartmut besteht darauf, dich in seinem Auto zur Kirche zu fahren. Aus Angst, eine Euch nahe stehenden Person nicht verletzten zu wollen, trefft Ihr möglicherweise eine falsche Entscheidung.

Daher empfehlen wir Euch, Privates und Geschäftliches zu trennen. Engagiert lieber  einen professionellen Dienstleister, den darf man auch mal kritisieren und notfalls Anweisungen geben. Freunde und Verwandte dagegen sollen mitfeiern und sich amüsieren.

7. Am sollt Ihr feiern Hochzeitstag und es genießen

Daher sollt Ihr Euch um nichts weiter als auf das konzentrieren. Ihr werdet schon genug mit der Entgegennahme der guten Wünsche, der zahlreichen Begrüßungen, den Fotosessions, Geschenke entgegennehmen, den Reden zuhören etc. in Anspruch genommen werden, so dass Ihr Euch von allen anderen Abläufen fernhalten solltet und sie den Personen, also den Trauzeugen, den Brautjungfern, dem Wedding-Planer oder anderen überlasst, die Ihr dafür zuvor sorgfältig ausgesucht habt. Wichtig ist nur, dass Ihr mit denen vorab einmal alles möglichst detailliert besprochen habt, so dass Euch nichts Unerwartetes überraschen kann.

8. Budget

Eine realistische Budgetplanung und Budgetüberwachung schützt vor bösen Überraschungen. Es ist keine Schande, die Ausgaben im Blick zu behalten  und gegebenenfalls dezent einzugreifen oder jemanden zu bestimmen, der während des Festes ein Auge darauf hat. Denkt an das Trinkgeld für die Dienstleister, die Musiker und die Bedienung.

Tipp: Im Laufe der Vorbereitungen solltet ihr immer wieder das Budget überprüfen und notfalls anpassen.

9. Getränke

Zu einer gelungenen Hochzeit gehören in jedem Fall Bubbles! Solltet ihr Euch für einen Champagner- oder Sektempfang entscheiden, stellt sicher darauf, dass genügend Vorrat gekühlt und knackig kalt (6-9 Grad kalt) serviert und beim Eintreffen der ersten Gäste zum Ausschank bereit steht. Achtet immer darauf, dass alle Gäste ausreichend zu trinken haben. Nichts ist schädlicher für eine Party als leere Gläser. 

10. Nicht vergessen, worum es an diesem Tag wirklich geht

Es ist Euer Tag. Nehmt die Dinge, wie sie kommen. Lasst Euch durch kleine Störungen nicht aus der Ruhe bringen. Genießt einfach das tolle Fest mit Euren Liebsten.